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Dust and Diesel – Lebenszeichen 3 – 05.01.2013

8. Januar 2013 Kategorie: Backstage Tags: , ,

Wir haben einen Ruhetag in Dakhla – zum Reparieren der Autos (einem unserer Mitfahrer ist eine Achsaufhängung gerissen – wurde für 30 Euro wieder gerichtet) und zum Entspannen. Bei 20 Grad am Strand fällt das nicht sonderlich schwer.

Wir befinden uns momentan in der Westsahara, einem politisch umstrittenen Gebiet, das Marokko für sich beansprucht. Marokko versucht das Gebiet durch eine recht erfolglose Siedlungspolitik mit Leben zu füllen und baut Geisterstädte ins Nichts. Dort sind Häuser und Straßen für mindestens 50 Familien oder mehr, leben tun dort allerdings nur Wächter, die auf die Einrichtungen aufpassen. Sehr bizarr.

Unsere Route führte uns von Guelmin nach Laayoune und schießlich nach Dakhla. Kurz vor Laayoune haben wir in einem Dünencamp übernachtet, das an einem Wattstrand liegt. Mitten im Sand. Die Strecke danach führte immer geradeaus. Teilweise sieht man das Ende der Straße nicht, sondern lediglich ein Flimmern am Horizont.

Einmal wurde unser Sprit knapp und wir mussten einen unserer Kanister zur Hilfe nehmen. Gute Sache, das mit den Spritkanistern, denn eine der wenigen Tankstellen hier hatte schlicht keinen Sprit mehr für manche Teilnehmer. So ist das in der Westsahara.

Die Lage an sich ist sehr entspannt, nur unterbrochen von zahlreichen Polizeikontrollen, die aber aufgrund unserer „Rallye humanitaire“ recht freundlich ausfallen. Mit kleinen Geschenken beschleunigt man die Wartezeit zudem.

Morgen werden wir dennoch länger warten müssen, es geht nach Mauretanien. An der Grenze kann man schon einmal einige Stunden verbringen. Der Weg dorthin führt über ein Minenfeld, wir sind auf das Niemandsland gespannt, genauso wie auf die Kinder des aepn-Projekts in Nouadhibou, die wir auch morgen besuchen werden.

Danach geht es mit Militärschutz im Konvoi in die Wüste. Wir fahren auf Sand, durch Dünen und am Strand – mal sehen wie der rote Blitz alles verkraftet. Wir sind aber frohen Mutes.

In Mauretanien kann es mit der Verbindung durchaus Schwierigkeiten geben, ich hoffe dennoch ein Lebenszeichen schicken zu können.

Bis dann,
Michael

  

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