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Karneval feiern in Deutschlands Hochburgen

www.sculpturepark.deFrühling, Sommer, Herbst und Winter. Dies sind bekanntermaßen unsere Jahreszeiten. Doch in vielen Teilen Deutschlands wird das nicht als genug empfunden und eine fünfte Jahreszeit eingestreut. Karnevalisten nennen sich diese Übeltäter, die vom 11. November bis zum Aschermittwoch ihr Freude-Gen verbreiten. Ihr Markenzeichen: Verkleidung und merklich gute Laune. Vielleicht ist unser Karneval nicht so farbenprächtig wie jener in Rio, aber sicherlich ein ungeheures Spektakel, das an ausgesuchten Stellen einen Besuch absolut lohnen würde. Mit einer kleinen Auswahl der bekanntesten Karnevalshochburgen in Deutschland wollen wir Ihnen nun einige Anregungen für einen etwaigen Kurzurlaub bieten.

www.sculpturepark.deWie eigentlich nicht anders zu erwarten war, die größte Karnevalsveranstaltung des Landes findet in Köln statt. Es handelt sich hierbei um den Kölner Rosenmontagszug. Der ist seines Zeichens der größte Umzug in Deutschland und alleine die Eckdaten belegen seine ungemeinen Ausmaße: mehr als eine Millionen Zuschauer, die über 10000 Teilnehmer bilden eine über sechs Kilometer lange Schlange von Wagen, Pferde- und Fußgruppen. 120 Musikgruppen, 120 Tonnen Süßigkeiten, die von den Wagen in die Menge geworfen werden. Ohnehin scheint es am Rosenmontag so, als ob die gesamte Stadt auf den Beinen wäre und wirklich in nahezu jeder Ecke die Jäcken ausgelassen und friedfertig tanzen und feiern. Der Kölner Rosenmontagszug kann auf eine 184-jährige Geschichte zurückblicken. 1823 vergnügten sich die Stadtbewohner erstmals rund um den Neumarkt. Seither hat es selbstverständlich viele Veränderungen gegeben, aber trotz seiner Größe zeichnet den Kölner Zug eine warmherzige und gemütliche Atmosphäre aus.

www.sculpturepark.deNicht weit entfernt, in Düsseldorf, findet seit 1833 ein nicht weniger bekannter Rosenmontagszug statt. Der Zug, der auch durch die bundesweiten Fernsehübertragungen sehr bekannt wurde zählt zu den drei größten Faschingsumzügen Deutschlands, ist mit seinen 60 Wagen und mehreren hunderttausend Besuchern aber eine Nummer kleiner als sein Kölner Pendant. Dennoch wird in der Hauptstadt Nordrhein-Westfalens ausgelassen und ausgefallen gefeiert. Letzteres ist deutlich an den aufwendig gestalteten Wagen zu erkennen, die immer mit viel Liebe zum Detail konzipiert werden. Das Motto des kommenden Zuges in Düsseldorf lautet „Mer kann och alles öwerdriewe“ und meint so viel wie man kann auch alles übertreiben. Ob dieser Leitspruch nun auf die Rivalen jenseits des Rheins und deren Umzug abzielt, soll an dieser Stelle nicht kommentiert werden.

www.sculpturepark.deFür die letzte Reiseempfehlung verlassen wir nun Nordrhein-Westfalen und begeben uns am Rhein entlang Richtung Süden. Gegenüber der Mündung des Mains, am Rhein gelegen, ist Mainz zu finden. Mit Abstand die kleinste der drei genannten Städte, aber das hält die Rheinland-Pfälzer nicht davon ab, einen der interessantesten und traditionsreichsten Rosenmontagszüge zu veranstalten – 1838 war das erste Mal. Einzigartig hierbei ist die oftmals anklingende politisch-literarische Komponente. Natürlich wird auch in Mainz richtig gefeiert, aber mehr als in anderen Städten wird eben der Unmut über gewisse gesellschaftliche Missstände oder dergleichen humorvoll mitgeteilt. Die über 500000 Besucher jedes Jahr zeigen deutlich, dass auch diese Art Karneval zu feiern, großen Spaß bereiten kann.

Welcher Humor Ihnen am meisten zusagt, sollten Sie einfach ausprobieren. Bereuen werden Sie den Besuch einer der drei Städte bestimmt nicht. Alaaf und Helau.

(Bilder Copyright by www.sculpturepark.de)

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Filtercafé – Was ist ein dichroitischer Filter?

4. September 2009 Kategorie: Wissenswertes Tags: , , ,

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Farbfilter helfen, einem Scheinwerfer die gewünschte Farbe zu entlocken. Ob nun Folien- oder dichroitische Filter, die Hauptsache ist, dass das Licht irgendwie gefiltert wird. Einen so großen Unterschied wird das wohl nicht ausmachen, oder? Weit gefehlt! Zwischen diesen beiden Optionen sind sogar eindeutige und essentielle Unterschiede festzustellen. Als Grundvoraussetzung für einen wirksamen Vergleich benötigen viele allerdings Hintergrundinformationen über dichroitische Filter. Wir werden Ihnen einen Einblick in das Thema verschaffen und zeigen, warum dichroitische Filter das Rennen gegen die konventionellen Folien gewinnen.

Was genau ist ein dichroitischer Filter?

Erklären wir zu Beginn den Begriff dichroitisch. Das Wort stammt aus dem Griechischen. Es bedeutet zweifarbig und bezieht sich auf die Tatsache, dass optische Gegenstände einen Lichtstrahl in zwei Strahlen mit verschiedenen Wellenlängen, also Farben, aufteilen können. Ein Effekt, den der dichroitische Filter nutzt, da er nur einen bestimmten
We l l enlängen- Typ, eine bestimmte Farbe, durchlässt. Die nicht gewollten Farben werden reflektiert und können den Filter nicht durchdringen. Der Filter selber besteht aus einem Glassubstrat. Auf dieses werden mehrere sehr dünne Schichten einer Antireflexbeschichtung, meist in einem Vakuum, aufgedampft. Die Schichten sind in der Regel metallischen Ursprungs und variieren in Anzahl und Dicke, je nachdem für welche Wellenlängen der Filter ausgelegt werden soll. Die entsprechenden Wellen werden durch das Prinzip der Interferenz, zwei oder mehrere Wellen werden übereinander gelegt, ausgelöscht.

Was sind die Vorteile eines dichroitischen Filters?

Zum einen ist die Filtercharakteristik eine wesentlich bessere. Dadurch, dass die originale Wellenlänge der jeweiligen Farbe ungehindert passieren kann, wirkt die mit dichroitischen Filtern erzielte Farbe wesentlich gesättigter und intensiver als die ihrer Folienkollegen. Folien dunkeln das Licht proportional stärker ab. Das Licht ist matter und leuchtet schwächer. Des Weiteren sind dichroitische Filter wesentlich hitzebeständiger. Zum einen ist das Glassubstrat generell wesentlich resistenter als die Folien. Zum anderen reflektiert der dichroitische Filter die nicht durchgelassene Strahlung, wohingegen bei Folien die komplette Strahlung absorbiert werden muss. Als Folge hieraus verblassen die Folien zuerst– und mit ihnen natürlich auch die abgebildete Farbe – und schließlich gehen sie kaputt und müssen ausgetauscht werde. Der dichroitische Filter erwärmt sich kaum, bleibt immer konstant, lässt die Farben nicht verblassen und verglüht auch nicht. Seine Lebensdauer ist demnach wesentlich höher. Lediglich bei mehreren Hundert Grad würde sich der Filter verbiegen, doch solche Temperaturen werden eigentlich niemals erreicht. Selbst bei Hochleistungslasern können dichroitische Filter eingesetzt werden. Sie halten der hohen Strahlungsintensität stand.

Haben dichroitische Filter auch Nachteile?

Nachdem dichroitische Filter aus Glas gefertigt sind, können sie bei grober Unachtsamkeit zerbrechen. Einmal gebrochen ist eine Reparatur unmöglich und sie müssen natürlich wieder neu gekauft werden. Auch beim Preis haben die Folien die Nase vorne. Für eine Folie müssen Sie ungefähr nur ein Sechstel des Preises eines dichroitischen Filters zahlen.

Wie lautet das Fazit?

Trotz des preislichen Unterschiedes ist eine Anschaffung von dichroitischen Filtern wirklich sinnvoll. Die Farben sind eindeutig schöner. Man muss keine Folien austauschen und hat somit keinen Wartungsaufwand. Ein kleines, beispielhaftes Rechenexempel kann zudem belegen, dass sich die Glasfilter schon nach relativ kurzer Zeit gerechnet haben. Eine Farbfolie kostet ca. 2 Euro (Hochtemperaturbogen). Der entsprechende dichroitische Filter liegt um die 20 Euro. Farbfolien haben bei 500 Watt in der Regel eine Lebensdauer von ungefähr 50 Stunden. Also nach 10 Folienwechseln werden die Kosten des Glasfilters erreicht. Spätestens hier lohnt sich der Filter allein finanziell. Übrigens muss nach weiteren 50 Stunden ja wieder die Folie gewechselt werden. Der dichroitische Filter hingegen ist wie das kleine Duracell Häschen, das immer weiter und weiter trommelt, ohne aufzuhören.

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Die Geschichte des Rap

jpg88Rapper’s Delight –
Von Afrika über Jamaika in die USA

Wie so viele Musikrichtungen, die von Amerika aus in die Welt transportiert wurden, so hat auch der Rap, einen seiner Ursprünge auf dem schwarzen Kontinent. Denn er lässt sich aus der Tradition der Griots ableiten. Diese Männer überliefern, besonders in Westafrika, die heimatliche Geschichte und Kultur. Dazu sprechen und singen sie, begleitet von Trommeln, in einem bestimmten Rhythmus. Eine dem Singen der Griots verwandte Technik ist das Toasting in Jamaika, der zweite, neuzeitlichere Ursprung des Rap.

Auf der karibischen Insel war es üblich, Reggaestücke anzusagen und die Musiker vorzustellen, während die ersten Töne bereits zu hören waren. Diese so genannten Deejays fungierten zuerst als Moderator. Doch mit der Zeit entwickelten sich die Ansagen zu einer Art Sprechgesang, dem Vorläufer des Rap.

Es war in den Sechzigern des vergangen Jahrhunderts, als die USA mit einer neuen Form des Toasting in Kontakt kamen. Gerade in New Yorker Clubs traten immer häufiger DJs auf, die Musikstücke ansagten. Aus den Ansagen entwickelten sich zunehmend Reime, welche im Rhythmus der Musik gesprochen wurden. Mit der Zeit übergaben die DJs das Mikrofon an MCs. Die Masters of Ceremony etablierten sich schließlich als Teil der Musik. Aus kurzen Texten wurden Geschichten und aus MCs wurden Rapper (to rap: (out) herausbellen, (with) plaudern).

Musikalisch gesehen war und ist Rap eine Kunstform des Hip-Hop, der nicht nur auf die Musik beschränkt war. Vielmehr stellte Hip-Hop eine Jugendkultur dar, die sich in DJing, Breakdancing, dem Sprühen von Graffitis und eben Rap aufgliederte. Die Techniken des DJing, vor allem das Sampling und Scratching von eingängigen Beats und markanten Melodien, wurden auf alte Funkund Soulstücke angewendet und mit Sprechgesang veredelt. Rap war das Sprachrohr des Hip-Hop, Speziell bei Blockpartys – selbst organisierte Partys in Abrisshäusern in vorwiegend schwarzen Ghettos von New York in den Siebzigern. Auf diesen Blockpartys wurde Rap häufig genutzt, um die Menge anzuheizen und sich selbst vor- und darzustellen. Der erste veröffentlichte Rap- und Hip-Hop-Song wird „Personality Chock“. Eine Zusammenarbeit der Funkband Fatback Band und dem Rapper King Tim III von 1979. Kommerziell erfolgreich ist im gleichen Jahr vor allem „Rapper’s Delight“ von der Sugarhill Gang. Mit weltweit 8 Millionen verkauften Platten ein riesiger Überraschungserfolg. Kurtis Blow war schließlich der erste Rapstar bis Mitte der Achtziger.

jpg89Von da an schwappte die Hip-Hop- und Rap-Welle über die USA. Die Texte, die zu Beginn in der Regel Spaßtexte waren, wurden kritischer und portraitierten oft den gewalttätigen Alltag in Armenvierteln. Public Enemy machten mit ihrer Sozialkritik sehr stark auf sich aufmerksam. Die Medien versahen viele Rapper mit einem negativen Image. Der Begriff Gangsta-Rap wurde populär. Und dass dieser Name seine Berechtigung hat, zeigte unter anderem der zuerst verbal geführte Krieg der beiden einflussreichsten Hip-Hop Strömungen, der West- und der Eastcoast. Die Auseinandersetzung gipfelte 1996 bzw. 1997 in der Ermordung der beiden konkurrierenden Künstler 2Pac und Notorious B.I.G.

Heutzutage ist Rap nicht nur auf den Hip-Hop beschränkt, sondern auch in vielen anderen Genres vertreten. Den Anfang machten dabei RUN DMC und die Rockband Aerosmith mit „Walk this way“ und die Beastie Boys mit „Fight for your right“ 1986. So wie die Hautfarbe spielen auch Landesgrenzen keine Rolle mehr. Die ganze Welt, selbstverständlich auch Afrika und Jamaika, gefällt sich am Sprechgesang und ist im Großen und Ganzen sehr friedlich
dabei, ob nun mit Hip-Hop untermalt oder nicht.

Tupac Shakur

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Die Geschichte des Techno

24. August 2009 Kategorie: Wissenswertes Tags: , ,

Betrachtet man die Musikgeschichte, sind viele Musikgenre schon mehrere hundert Jahre alt. In fast jeder Epoche gibt es eine charakteristische Musikrichtung, die die damalige Zeit geprägt hat. Eine vergleichsweise junge Geschichte hat die elektronische Musik. Als Folge der zunehmenden Digitalisierung und des Aufkommens der Computer, versuchen sich die Musiker seit den 60er Jahren an der Musik ohne klassische Instrumente, allein mit technischen Hilfsmitteln. Doch schon vor der Entwicklung von Computern gab es Instrumente, die Elektrizität verwendeten. 1920 entwickelt der russische Erfinder Lew S. Thermen das Theremin. Dieses elektronische Musikinstrument wird durch den Abstand der Hände zu zwei Antennen gespielt. Noch heute spielen zahlreiche Musiker auf diesem sonderbaren Gerät. Nur zehn Jahre später entsteht mit dem Trautonium der Urvater des heutigen Synthesizers.

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Als Vorläufer der elektronischen Musik kann die „Musique concrète“ in den 40er Jahren gesehen werden: Geräusche aus Natur, Technik und Umwelt, wie beispielsweise Schreibmaschinengeklapper wurden mit dem Mikrofon aufgenommen und elektronisch verfremdet. Die Wurzeln der elektronischen Klangerzeugung liegen in Europa. Die ersten Aufnahmen der Musique concrète laufen 1948 in einem französischen Radioprogramm. Auch in Deutschland entwickelt sich die elektronische Musik, in Köln wird 1951 das erste Tonstudio für elektronische Musik gegründet. Dort erproben verschiedene Komponisten, darunter auch Karlheinz Stockhausen, die synthetische Klangerzeugung. Ihre Ideen und Erkenntnisse dienen in den 60er und 70er Jahren als Inspiration für die Urväter der Technomusik: Die deutsche Band „Kraftwerk“. Die Bezeichnung „Techno“ taucht in Europa zum ersten Mal 1982 in einem Plattenladen in Frankfurt auf: Der dort arbeitende DJ Andreas Tomalla (Talla2XLC) sortiert Schallplatten mit elektronischer Musik in die Kategorie „Techno“. Der Begriff entwickelte sich in den 80er Jahren immer mehr zu einem Sammelbegriff für elektronische Musik. In Europa zählen dazu unter anderem EBM, House, Dance oder Synth/Elektro Pop. Gleichzeitig entwickelt sich Mitte der 80er Jahre in den USA der „Detroit Techno“, der als Wegbereiter des Technos der 90er Jahre gilt. Detroit – ehemals blühende Industriestadt – hat nun mit dem zunehmenden Verfall und steigender Kriminalität zu kämpfen. Vor allem die schwarze Bevölkerung bekommt die Missstände zu spüren, weswegen der Detroit Techno nicht positiv und hell, sondern düster und melancholisch ist. Auch in Detroit spielen verschiedene Elemente elektronischer Musik, wie zum Beispiel Kraftwerk mit ein. Zum ersten Mal wird schwarze Musik von europäischer Musik beeinflusst. Die Pioniere des Detroit Techno sind die „Belleville-Three“ mit Kevin Saunderson, Juan Atkins und Derrick May. 1985 erscheint ihr Song „Techno City“. Doch in den USA kann sich der Techno gegen den dominierenden Rap und Hip Hop schwer durchsetzen. Dafür schwappen die Einflüsse aus Detroit nach Europa und beeinflussen maßgeblich die Technoszene. In Deutschland entwickeln sich Berlin und Frankfurt zu Technohochburgen, Massenveranstaltungen, sogenannte Raves, finden in einfallsreichen Locations, wie Lagerhallen oder Abbruchhäusern statt. Mit der ersten Loveparade im Jahr 1989 wird die Technokultur zunehmend populär. Die 90er Jahre symbolisieren eine regelrechte Technokultur. Die Kleidung ist auffallend: Schrille Farben, Plastik-Ästhetik, Schutzanzüge, Warnwesten, Schnuller, Trillerpfeifen, Nylon- und Neoprenanzüge, Schlaghosen und ultrahohe Plateauschuhe charakterisieren den Kleiderstil der „Raver“. Ekstase und Tanz spielen eine wesentliche Rolle, die meist textfreien Songs erlauben viel Interpretationsmöglichkeit durch die ganz individuelle Art zu tanzen. Über eine Million
tanzfreudiger Menschen tummeln sich auf den Raves, wie der Loveparade. Gleichzeitig wird die Technoszene jedoch auch häufig von Kritikern mit Drogen, wie beispielsweise Ecstasy, in Verbindung gebracht.

Im Laufe der 90er Jahre eröffnen immer mehr Großraumdiskotheken, die vor allem Technomusik spielen und namhafte DJs der Szene im Programm haben. Zu den bekannten Namen gehören Westbam, Sven Väth, Paul van Dyk oder Kruder & Dorfmeister. Auch die Musikindustrie profitiert vom Techno-Boom. „Das Boot“ von U96 ist 1991 einer der ersten Charterfolge im Techno. Für die Produktion eines Technosongs wird ein Drumcomputer eingesetzt, Kultstatus erreicht der TR-808 und TR-909 von Roland, später wurde die Produktion jedoch zunehmend auf den Computer verlagert. War der Techno zuerst nur in Westeuropa und den USA verbreitet, erreicht die Technowelle nun auch die restliche Welt.

Gegen Ende der 90er Jahre klingt die heiße Phase des Technos langsam wieder ab. So wie die Rock- und Popmusik die Hippiebewegung der 60er und 70er Jahre geprägt hat, ist die Technomusik und die dazugehörige Kultur Sinnbild für die Digitalisierung einerseits und die 90er Jahre andererseits. Auch wenn die Technomusik heute vielleicht nicht mehr so extrem die Massen bewegt, spielt die elektronische Musik immer noch eine wichtige Rolle, die oft neue Elemente aufnimmt oder alt Bekanntes neu interpretiert.

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

Wenn Musiker, Bühnentechniker, Roadies oder DJs auf Reisen gehen, dann transportieren sie ihr, oder das ihnen anvertraute, Hab und Gut unter anderem in Cases und Racks. Doch wann brauche ich denn ein Rack und wann ein Case? Und welches Case ist denn das richtige? Es ist ungemein wichtig, für das jeweilige Gerät, das passende Transport-Objekt zu finden. Schließlich sollen diese vor Schaden bewahren und nicht verantwortlich dafür sein. Deswegen hier einige grundlegende Gedanken, die es beim Kauf von Cases und Racks zu beachten gibt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Rack und einem Case?
Vielleicht liegt es ja an den englischen Begriffen, die nicht übersetzt werden und dadurch etwas unklar bleiben. Denn oftmals werden die beiden Bezeichnungen Rack und Case durcheinander gewürfelt und falsch verwendet. Bringen wir also etwas Licht in das Dunkel. Ein Case ist eine Kiste. Cases gibt es für Instrumente, Werkzeuge oder Geräte wie Nebelmaschinen, Mikrofone usw. In der Regel legt man die Geräte ausschließlich für den Transport in ein Case. Bei einem Auftritt werden sie dann aus diesem herausgenommen und erst dann angeschlossen. Bei einem Rack hingegen, eine passende Übersetzung ist Einbaugehäuse, werden Verstärker, Effektgeräte, Prozessoren und dergleichen mehr mit Schrauben fest an eingearbeitete Leisten montiert. Die Geräte sind in der Regel bereits verkabelt und verbleiben während ihres Einsatzes im Rack. Außerdem ist ein Rack für Geräte mit 19 Zoll gedacht, während Cases in der Breite ungemein variieren können.
Je nachdem, was transportiert wird, sollte es also im entsprechenden Case oder eben Rack untergebracht sein.

Was sind die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Cases und Racks?
Es gibt einige grundlegende Fragen, die man sich stellen sollte. Was soll transportiert werden? Wie wird es transportiert? Wer transportiert es? Wie oft wird es transportiert? Schließlich ist es ein bedeutender Unterschied, ob man jedes Wochenende mit seiner Band unterwegs ist und das Equipment von Roadies in einen Kleintransporter oder LKW manchmal etwas unsanft geladen wird. Oder ob man als Alleinunterhalter drei Auftritte im Jahr hat, dafür mit dem eigenen PKW anreist und selber mit Argusaugen auf seine Gerätschaften achtet. Bei einem Rack gilt es besonders
die Größe zu beachten. Denn die Geräte weisen oftmals unterschiedliche Einbautiefen auf und müssen noch verkabelt werden– ein gerade abstehendes Klinkenkabel braucht auch Platz. Außerdem sollten Racks nicht überbesetzt sein. Auf der einen Seite darf das Gewicht beim Transport nicht vergessen werden. Auf der anderen Seite tut den Geräten ein bisschen Luft aufgrund der produzierten Wärme auch gut. Bei einem Case hingegen können große Ausführungen dazu führen, dass eine gewisse Unordnung entsteht und benötigtes Werkzeug zum Beispiel nicht gleich unter den vielen anderen gefunden wird.
All diese unterschiedlichen Ansätze beeinflussen natürlich die Ansprüche hinsichtlich von Verarbeitungs-, Materialqualität, Größe oder Ausstattung. Also zuerst genau überlegen, wozu das Case oder Rack gebraucht wird und dann in Ruhe bestellen.

Welche Typen lassen sich unterscheiden?
Als erstes Unterscheidungsmerkmal wird das Material herangezogen. Prinzipiell sind Cases und Racks für den Transport entweder aus Kunststoff oder aus Holz (mit Metallbeschlägen und Schaumstoff) gefertigt – bei Festinstallationen, in Studios zum Beispiel, treten auch Stahlracks und dergleichen in Erscheinung. Dabei kann den Kunststoffvarianten das geringere Gewicht und vielleicht das modernere Design bescheinigt werden, aber in
puncto Stabilität haben die Holzversionen die Nase doch klar vorne und besitzen zudem eine längere Lebensdauer. Das zweite Charakteristikum betrifft die verschiedenen Formen – wobei hier nur die gängigsten Varianten angesprochen werden sollen. Bei den Cases werden Truhen- und Haubencases unterschieden. Bei Racks spricht man von Doubledoor-Racks, von Winkel- und Tri-pledoor-Racks. Die unterschiedlichen Modelle werden nun kurz erläutert.

jpg20Truhencase
Beim Truhencase wird der Deckel nach hinten geklappt und die Ware kann einfach von oben eingelegt werden. Perfekt geeignet für Werkzeuge, Kabel, Platten usw. Bei Truhencases kann der Deckel, wenn benötigt, auch komplett abgenommen werden. Ein Fall, der bei Nebelmaschinen auftreten kann. Die dann sogar im Case verbleiben können.

jpg22Haubencase
Der abzunehmende Deckel ist hier wie eine große Haube. Der kleinere untere Teil bildet sozusagen den Sockel. Diese Form wird benötigt, wenn die transportierten Objekte eine gewisse Größe aufweisen. Das kann dann zum Beispiel eine Spiegelkugel, oder aber auch ein Rack in einem Case sein.

30109716bDoubledoor-Rack
Das klassische Rack ist das mit zwei Türen (Bild 4). Eine davon vorne, um beispielsweise den Verstärker zu bedienen und die andere an der Hinterseite, um auf die Anschlüsse zugreifen zu können. Ideal für Effektgeräte, Verstärker, Abspieleinheiten oder ähnliche Produkte.

jpg24Winkel-Rack (L-Rack)
Dass sich nicht nur Türen, sondern auch Deckel bei einem Rack öffnen, bzw. abnehmen lassen können, das zeigt das Winkel-Rack. Oftmals werden Mischpulte am oberen Ende der Racks auf entsprechenden Schienen installiert. Der Deckel wird abgenommen und die Drehregler des Mixers können bequem erreicht werden. Bei einigen Casevarianten kann zudem eine vertikale Schiene angebracht werden, die es ermöglicht, den Bedienwinkel des Mixers zu optimieren. Manchmal sind auch Serviceklappen am hinteren Teil des Racks angebracht, um etwaige Anschlüsse zu erreichen.

Tripledoor-Racks

Tripledoor-Racks
Wenn man mit der Verkabelung überhaupt keine Probleme mehr und Bedienungsfreiheit haben will, dann kann man auf die Tripledoor-Racks zurückgreifen. Wo einige L-Racks eine Servicklappe besitzen, kann beim Tripledoor-Rack die hintere Tür zusätzlich zur vorderen und zum Deckel geöffnet oder abgenommen werden.

Fazit

jpg28Racks und Cases sind unentbehrliche Helfer in der Showtechnik, die aber mit Bedacht ausgewählt werden sollten, um einen maximalen Nutzen von ihnen zu haben. Neben den hier beschriebenen Grundtypen gibt es natürlich verschiedenste andere Versionen. Beispiele sind Toolcases oder Mixercases. Bei ersteren steht das Case oftmals aufrecht. Im Inneren befinden sich Schubladen, in welche die Werkzeuge einfach eingelegt werden. Das Mixercase beheimatet einen Mixer, der auf einer Schiene festgeschraubt ist. Es gibt aber auch DJ-Racks, bei denen
die Tür herausgenommen und als Tisch umfunktioniert werden kann oder Racks, die als Kleiderschrank fungieren. Die Auswahl scheint schier unendlich. Wenn es allerdings um die Qualität geht, muss jeder für sich entscheiden, ob er ein extra geschütztes Shockproof Holzrack benötigt, oder aber mit einem leichten Kunststoffrack auskommt. Hinsichtlich der Ausstattung gibt es zahlreiche Unterschiede. Die Art und das Material der Schlösser und Griffe. Die Dicke bei Holzplatten. Auch bei Rollen, Teleskopgriffen für eine Trolleyfunktion, Dividern (Trennelemente) oder Schubladen sind die Fabrikate bei weitem nicht von der gleichen Funktionalität und Zuverlässigkeit.

jpg27Wie auch immer Sie Ihr Case oder Rack in Zukunft gestalten werden, unter Berücksichtigung einiger grundlegender Fragen, sollte Ihnen die Entscheidung nun zumindest etwas leichter fallen.

Cases im Steinigke-Shop

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