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Digitale Dividende 2 – welche Frequenzbereiche sind zukunftssicher?

Frequenzen

Im Bereich der Funkmikrofone hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Die bisher für Veranstaltungstechnik genutzten Frequenzen wurden schrittweise an Mobilfunkunternehmen verkauft. Diese betreiben in diesen Frequenzen jetzt LTE.

Also mussten neue Frequenzbereiche gesucht und gefunden, neue Systeme entwickelt und gekauft werden. Für all diejenigen, die ein wenig Hilfe im Frequenzen-Dschungel brauchen oder sich zukunftssicheres Equipment anschaffen wollen, hier eine kleine Übersicht:

Private Anwender – Anmeldefreier Bereich

Die aktuell anmeldefreien Bereiche für Privatanwender sind:

  • 1492 – 1518 MHz (LTE – Mittenlücke)
  • 1785 – 1805 MHz (LTE – Mittenlücke)
  • 2400 – 2485,5 MHz(weltweit anmeldefreier WLAN Bereich)
  • 5150 – 5350 MHz (weltweit anmeldefreier WLAN Bereich)
  • 5470 – 5750 MHz (weltweit anmeldefreier WLAN Bereich)

Diese Frequenzbereiche sind bis mindestens 2026 geschützt.

Anmeldefreier Bereiche, die am 31.12.2015 auslaufen:

  • 790 – 814 MHz
  • 833 – 862 MHz

Diese beiden Frequenzbereiche werden durch den fortschreitenden LTE Ausbau stark eingeschränkt. Ab 2016 ist der Betrieb von entsprechenden Funkmikrofonen nicht mehr legal und es werden auch zunehmend Störungen auftreten. Wir empfehlen daher einen baldigen Austausch dieser Funksysteme.

Professionelle Anwender – Anmeldepflichtige Bereiche (UHF)

Für professionelle Anwender wie Broadcast, Touring, feste Installationen und ambitionierte Hobbybands stehende folgende anmeldepflichtigen Bereiche zur Verfügung:

  • 470 – 608 Mhz (unterer UHF-Bereich, zukunftssicher)
  • 614 – 703 Mhz (unterer UHF-Bereich, zukunftssicher)
  • 703 – 733 Mhz (voraussichtlich ab Mitte 2017 keine Funktionsgarantie, ab 2020 untersagt)
  • 733 – 758 Mhz (voraussichtlich weiter verfügbar für VA-Technik, lizenzpflichtig)
    Hier bieten wir folgende Systeme an: Omnitronic DR 1000 MK2HM 1000MK2Relacart HR-31sRelacart T-31 Bodypack
  • 758 – 823 Mhz (voraussichtlich ab Mitte 2017 keine Funktionsgarantie, ab 2020 untersagt)

     

Generell gewährt die Bundesnetzagentur eine komplette Bereichszuteilung. D.h. die Anmeldung gilt für alle drei Frequenzbereiche. Da in den Frequenzbereichen oberhalb von 694 MHz der Ausbau von LTE nach und nach voranschreitet, empfehlen wir für Neuanschaffungen Systeme, die unterhalb von 694 MHz arbeiten.

 

Anmeldung bei der Bundesnetzagentur

  • Gebühren einmalig 130 € je Einheit (Das beinhaltet alle in einem Flightcase zusammengefassten Systeme. Es wird nur eine Urkunde ausgestellt, das System kann also nicht auf mehrere Veranstaltungen aufgeteilt werden.)
  • zuzüglich 10 € Jahresgebühr pro Funksystem

 

Tipp: Öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Kirchen sind teilweise von der Anmeldegebühr befreit.

Mehr Informationen und Hintergründe findet man auch auf www.bonedo.de .

Digitale Dividende 2

4. Dezember 2013 Kategorie: OMNITRONIC, Wissenswertes Tags: , ,

1000er BannerDass sich im Bereich der Funkmikrofone in den letzten Monaten viel verändert hat, haben die meisten wohl mitbekommen. Die bisher genutzten Frequenzen wurden uns genommen und an diverse Mobilfunkunternehmen verkauft. Diese betreiben in diesen Frequenzen jetzt LTE und wir als bisherige Nutzer schauen in die Röhre, da unsere Funkmikrofone nicht mehr funktionieren.

Also mussten neue Frequenzbereiche gesucht und gefunden werden, neue Systeme entwickelt und schlussendlich gekauft werden. In einigen Gegenden Deutschlands geht im betroffenen Frequenzbereich von 790 bis 863 MHz (mit Ausnahme der Mittenlücke) schon jetzt gar nichts mehr, andere müssen gesetzlich spätestens 2015 den Betrieb dieser Systeme einstellen.

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Keine Angst vor der „zweiten Digitalen Dividende“

1. April 2012 Kategorie: Allgemein Tags:

Prof. Dr. Lúcido Alumbrado hat ein Patentrezept gegen Funkstörungen entwickelt.

Im April 2010 versteigerte die Bundesnetzagentur die Funkfrequenzen im 800-MHz-Bereich, die vormals von der Veranstaltungstechnik für drahtlose Mikrofone genutzt wurden. Als Ersatz wurde der anmeldepflichtige 700-MHz-Bereich für die Veranstaltungstechnik geöffnet. Im Februar 2012 wurde jedoch bekannt, dass auch dieser Frequenzbereich nun an die Mobilfunkbetreiber versteigert werden soll.

Prof. Dr. Lúcido Alumbrado, einer der international profiliertesten Forscher im Bereich der Veranstaltungstechnik, hat nun ein einzigartiges Verfahren entwickelt, das Mikrofonübertragungen zukünftig vor Funkstörungen durch den Mobilfunk schützen soll. In seinem Labor in Funk (Nebraska, USA)  erprobte er ein revolutionäres Abschirmsystem namens CABO LIRPA, das zwischen handelsüblichen Mikrofone und Empfangseinheiten mit Schnittstellen gemäß IEC 61076-2-103 und Kontaktbelegung nach AES-14 eingeschleift werden kann.

Das bislang streng geheim gehaltene Verfahren von Alumbrado setzt auf Absorber, die in verschiedenen Farben herzustellen sind – etwa um unterschiedliche Signale einfach voneinander differenzieren zu können – und in denen eine spezielle Cuprum-Legierung für die eigentliche Signalübertragung in annähernder Lichtgeschwindigkeit verantwortlich ist.

Laut Alumbrado ist es so möglich, die in der Veranstaltungstechnik gängigen Distanzen von 50 bis 100 Metern sicher vor Funkstörungen zu überbrücken. Besonders interessant ist CABO LIRPA für große Messen wie die prolight+sound oder IAA, wo eine unüberschaubare Zahl von Funkmikrofonen betrieben wird – denn auch vor Störungen durch benachbarte Drahtlosanlagen schützt das neu entwickelte System zuverlässig. Zwischenfälle, wie ein auf der falschen Pressekonferenz zuhörender Vorstandschef, können somit zukünftig vermieden werden.

Derzeit forscht Alumbrado bereits an einem Transfer seiner neuen Technologie auf weitere, für die Veranstaltungstechnik relevante Bereiche: So will er mit CABO LIRPA auch andere Funktechnologien wie W-LAN und W-DMX sicherer vor Störung und unbefugtem Zugriff machen.

Die CABO-LIRPA-Abschirmsysteme werden bald über Steinigke Showtechnic zu beziehen sein. Weitere Details auf Anfrage.

Neue Frequenzen, neue Mikrofone – Omnitronic rüstet 1 000er Serie nach

Omnitronic stellt die Funksysteme seiner 1000er Serie auf die neuen Frequenzen um. Im Zuge der Umstellung wurde sie durch ein Facelift zudem optisch aufgewertet. Die neuen Komponenten sind bereits lieferbar.

Kaum ein anderes Thema hat die Veranstaltungsbranche 2010 so sehr beschäftigt wie die Neuzuteilung der Funkfrequenzen. Die Versteigerung der „Digitalen Dividende“ bedeutet für die meisten Nutzer von Funksystemen im UHF-Bereich, dass sie sich zeitnah neue Anlagen besorgen müssen. Zwar sind die alten Systeme noch einige Jahre zugelassen, doch muss bereits im Probebetrieb der neuen Nutzer mit Störungen gerechnet werden. Weiterlesen »